
Herzlich willkommen an der
11. Gesamtschweizerischen DaF/DaZ-Tagung vom 26. und 27. Juni 2026
Liebe Deutschlehrende, liebe Kolleg*innen in Aus- und Weiterbildung, liebe Forschende
DaF-DaZ bewegt. DaF-DaZ? Oder DaFZ? Oder, auch schon vorgeschlagen, Da*? 😊Oder aber DaS – Deutsch als Sprache(n) im Kontext der Mehrsprachigkeit? Sogar der Name dessen, wofür wir uns engagieren, steht gerade wieder zur Diskussion (z. B. Dobstadt et al. 2025).
Das zeigt: Das Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache ist selbst in Bewegung. Gründe für die traditionelle Unterscheidung von DaF und DaZ gibt es ja schon: Die Lernorte, meist verbunden mit der Präsenz und Relevanz von Deutsch als Zielsprache oder die Position von Deutsch in der Erwerbsreihenfolge sind verschieden, und so unterscheiden sich z. T. auch die Zugänge und Ansätze in Forschung und Didaktik.
Andererseits verschwimmen die Grenzen zwischen DaF und DaZ in einer mehrsprachigen Gesellschaft zunehmend. Ebenso verliert die Unterscheidung von DaFZ und Deutsch als Erstsprache (DaE) an Klarheit, sodass angezeigt scheint, vermehrt Gemeinsamkeiten der unterschiedlichen Formen des Deutschlernens in den Blick zu nehmen und nach Synergien der Ansätze und Praktiken zu fragen.
Neutrale Begriffe gibt es nicht. Umso wichtiger ist es, gegenüber Zuschreibungen und Positionierungen, die im öffentlichen Diskurs mit DaF («fremd») und DaZ («zweitrangig») einhergehen und eine Differenz zu DaE markieren, achtsam und wachsam zu sein.
Unter diesen Vorzeichen laden AkDaF und Ledafids Sie, liebe Deutschlehrende, zur nunmehr 11. Gesamtschweizerischen DaF-DaZ-Tagung ein. «Gesamtschweizerisch» betont, dass wir auf wechselseitige Synergien der Expertisen für DaZ und DaF setzen und auch 2026 wieder eine Plattform für kontext-, zielgruppen- und stufenübergreifenden Austausch bieten möchten.

Der fachliche Teil der Tagung umfasst wie gewohnt vier Plenarvorträge, acht Workshops, Verlagspräsentationen und die bei den Teilnehmenden besonders beliebten Austauschrunden. Hinzu kommt 2026 zusätzlich ein Podium, durch das der interaktive und partizipative Gedanke noch stärker in den Vordergrund gerückt werden soll.
Alle Vortragenden sind aktiv in der aktuellen DaFZ-Szene involviert. Sie thematisieren in ihren Beiträgen Veränderungen im Fach, festgemacht an konkreten Materialien (Naomi Shafer, Institut für Mehrsprachigkeit, Fribourg), die Aktualität dialogischen Lernens, auch im Spannungsverhältnis zum Lehrwerk (Sara Hägi-Mead, Universität Kaiserslautern-Landau), neue Instrumente zur Diagnose literaler Kompetenzen in der Alphabetisierungsarbeit (Christine Czinglar, Universität Jena), das Potenzial des Translanguaging für den DaFZ-Unterricht (Thomas Studer, Universität Fribourg).
Bewegendes kündigt sich auch in den praktisch ausgerichteten Workshops an: Die Themen reichen von der gebrauchsbasierten Grammatikarbeit und einem ganzheitlichen Aussprachetraining über die KI-gestützte Lernförderung und Materialanpassung bis hin zur Förderung interkultureller Kompetenzen und kritischem Denken als Aufgabe der Sprachbildung.
Neben Weiterbildung in kompakter Form bietet auch die diesjährige Tagung wieder viel Raum für Begegnungen, Vernetzung und Austausch der Teilnehmenden, etwa anlässlich der Ausstellungen von Institutionen und Verlagen oder begleitend zum Fachprogramm in den Kaffee- und Mittagspausen und anlässlich des Konferenzdinners.
Ein grosses Dankeschön geht an alle Sponsoren, besonders auch an die Verlage, welche diese Tagung durch ihre Unterstützung überhaupt erst möglich machen, sowie an alle an der Organisation beteiligten Institutionen und Personen.
Auf eine bewegende Tagung und die Begegnung mit Ihnen in Fribourg/Freiburg freut sich Ihr Vorbereitungskomitee: Seval Birlik, Alice Bracher, Dalila Dif, Linda Dommarco, Luc Fivaz, Mi-Cha Flubacher, Oliver Hirt, Joachim Hoefele, Nadia Keller, Nora Kündig, Sandra McGury, Stephanie Moeckli, Pascal Schweitzer, Thomas Studer.
Grusswort der Verbände
Es ist bereits die 11. Gesamtschweizerische Tagung, die der AkDaF und der Ledafids gemeinsam organisieren. Jede dieser Tagungen war eine hervorragende Gelegenheit, um sich zu begegnen, sich zu vernetzen – und natürlich auch, um sich weiterzubilden. Das ist auch der Hauptzweck des AkDaF, der in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert: Seine Mitglieder zusammenzubringen, um gemeinsam für den DaZ/DaF-Bereich einzustehen, sich auszutauschen und Neues zu lernen. Wir heissen Sie herzlich willkommen, sich uns anzuschliessen, sei es bei einer Teilnahme an der GCHT, sei es als Mitglied des AkDaF oder an einem unserer zahlreichen Anlässe – es lohnt sich!
Wir freuen uns, Sie auch dieses Jahr an der GCHT begrüssen zu dürfen, und wünschen Ihnen schon jetzt angeregte Gespräche, spannende Begegnungen, lustige Momente und inspirierende Erkenntnisse!
Ihr AkDaF-Vorstand
Wieder steht eine gemeinsame Schweizer DaF/DaZ-Tagung vor der Tür, zu der unser Verein Sie alle ganz herzlich begrüssen möchte.
Die Abkürzung Ledafids steht für den Verein der «Lehrenden für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (DaF/DaZ) an Hochschulen in der Schweiz».
Der LEDAFIDS steht aber auch für
Lernendenzentriertes Unterrichten
Engagement
DaF/DaZ-Fachkompetenz
Ansprechpartner und Berufsverband
Forum für Austausch und Weiterbildung
Internationale Zusammenarbeit im IDV und im
DACHL-Gremium
Schweizweite Vernetzung
Seit nunmehr 20 Jahren engagieren sich Mitglieder des Ledafids und des Schweizer Partnervereins AkDaF bei der Planung, Gestaltung und Durchführung der allzweijährlich stattfindenden Gesamtschweizerischen Deutschlehrendentagung, von 2006 bis 2020 an der Universität Bern, seit 2022 an der Universität Freiburg/Fribourg.
Das Thema dieses Jahr: DaF-DaZ - BEWEGT - WEN? WIE? WOZU?
Das klingt spannend! Wir freuen uns auf vielfältige Antworten und Inputs und wünschen allen, die teilnehmen, eine motivierende Veranstaltung voller inspirierender Inhalte und bereichernder Begegnungen.
Der Ledafids-Vorstand

